Ist ein Unterhaltspflichtiger rechtskräftig zum Unterhalt verurteilt worden und will er sich gegen eine in Gang gesetzte Zwangsvollstreckung wehren, so unterfällt der gestellte Vollstreckungsabwehrantrag der internationalen Zuständigkeit der Gerichte des Vollstreckungsmitgliedstaates.Das Gericht des Vollstreckungsmitgliedstaats hat über die Zulässigkeit und die Stichhaltigkeit der Beweise zu entscheiden, die der Schuldner des Unterhaltsanspruchs zur Stützung der Behauptung vorgelegt hat, dass er seine Schuld größtenteils beglichen habe.
Ist bei der Durchführung des Versorgungsausgleichs ein Anrecht im Sinne des Betriebsrentengesetzes aus einer Direktzusage oder einer Unterstützungskasse auszugleichen, so darf im der Ausgleichswert als Kapitalwert am Ende der Ehezeit höchstens die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung erreichen.Diese Vorgehensweise ist nicht verfassungswidrig, weil die Vorschriften des Gesetzes verfassungskonform ausgelegt werden können.Gerichte müssen allerdings sicherstellen, dass die ausgleichsberechtigte Person keine unangemessene Verringerung ihrer Versorgungsleistungen zu erwarten hat. Der Versorgungsträger muss dabei entstehende Belastungen vermeiden können, indem ihm die Wahl der internen Teilung stets möglich bleibt.
Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, so hat ihm der Erbe auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen.Der Pflichtteilsberechtigte kann auch verlangen, dass er bei der Aufnahme des ihm vorzulegenden Verzeichnisses der Nachlassgegenstände zugezogen und der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird.Der Pflichtteilsberechtigte kann die Ergänzung bzw. Berichtigung eines notariellen Nachlassverzeichnisses auch dann verlangen, wenn dieses wegen unterbliebener Mitwirkung des Erben teilweise unvollständig ist.
Können sich die Eltern in einer einzelnen Angelegenheit oder in einer bestimmten Art von Angelegenheiten der elterlichen Sorge, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, nicht einigen, so kann das Familiengericht auf Antrag eines Elternteils die Entscheidung einem Elternteil übertragen. Die Übertragung kann mit Beschränkungen oder mit Auflagen verbunden werden.Angesichts der veränderten schulischen Rahmenbedingungen während der Coronapandemie erlangt die Frage der Beschulungsform eine gesteigerte Relevanz und kann jedenfalls temporär als Angelegenheit von erheblicher Bedeutung behandelt werden.Die Entscheidungsbefugnis ist regelmäßig dann auf denjenigen Elternteil zu übertragen, der maßgeblich mit der Betreuung betraut ist.Die Kinder deren Eltern die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Notbetreuung erfüllen, sind zudem nach Ansicht des Gerichts in der augenblicklichen Lage privilegiert, mithin kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Kinder in der Notbetreuung lediglich verwahrt, nicht aber gefördert werden".

Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht

Mietrecht

Das Mietrecht regelt die Rechte und Pflichten sowohl der Vermieter als auch der Mieter. Gleiches gilt für das so genannte Pachtrecht. Grundsätzlich geht es um die Überlassung einer Sache an einen anderen gegen Entgelt. Im Hinblick auf die Änderung gesetzlicher Bestimmungen ist das Miet-/Pachtrecht immer komplizierter geworden, weshalb die Beratung auf diesem Gebiet dringend geboten erscheint.

Wir vertreten sowohl Vermieter / Verpächter als auch Mieter / Pächter. Die wichtigsten Fragen betreffen:

  • Gestaltung / Prüfung von gewerblichen und privaten Mietverträgen sowie von Pachtverträgen
  • Kündigungen von gewerblichen und privaten Miet- und Pachtverträgen
  • Wohnraumkündigungsschutz
  • Räumungsverfahren und Zwangsvollstreckung (Räumung)
  • Mieterhöhung
  • Schönheitsreparaturen
  • Abrechnung von Betriebs-/Nebenkosten
  • Mietminderung und Schadenersatz

Wohnungseigentumsrecht

Das Wohnungseigentumsrecht findet seine Grundlage im so genannten Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Es regelt die Rechte und Pflichten zwischen Wohnungseigentümern untereinander, der Wohnungseigentümergemeinschaft und den Eigentümern gegenüber der Hausverwaltung. 

Wir vertreten sowohl Wohnungseigentümer als auch Verwaltungen. Die häufigsten Fragen betreffen:

  • Wirksamkeit / Anfechtung von Beschlüssen der Wohnungseigentümergemeinschaft 
  • Änderungen der Teilungsordnung (Teilungsgenehmigung)
  • bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum
  • Nutzungsregelungen 
  • Hausgeld-/Betriebskostenabrechnungen 
  • Bestellung und Abberufung des Verwalters

Ihr Ansprechpartner für das Miet- und Wohnungseigentumsrecht in Friedrichshafen ist:

Herr Rechtsanwalt Rüdiger Emrich  
 
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